Der Griechisch-Deutsche Förderverein e.V. in Berlin-Steglitz
Der Griechisch-Deutsche Förderverein e.V. Berlin, kurz GDF genannt, ist ein gemeinnütziger Verein. Der GDF ist von griechischen und deutschen Bürgern am 17.Mai 1987 gegründet worden. Alle Gründungsmitglieder waren jahrelang ehrenamtlich in dem früheren Griechisch-Deutschen Kultur- und Integrationszentrum in der Mittelstrasse 33, im Bezirk Steglitz-Zehlendorf von Berlin, tätig gewesen, welches im Jahre 1990 vom Diakonischen Werk geschlossen wurde. Dabei stellten wir fest:
Integration muss zuerst in den Köpfen und in den Herzen der Menschen stattfinden. Diese Erkenntnis hat uns, Griechen und Deutsche zu dem Entschluss gebracht, den Griechisch-Deutschen Förderverein zu gründen, um den Integrationsprozess zu fördern.
Der Griechisch-Deutsche Förderverein hat seinen Sitz in Berlin Steglitz-Zehlendorf. Seine Mitglieder setzen sich aus griechischen und deutschen Staatsbürgern zusammen. Frau Waltraud Rossmann und Herr Georgios Bakalios leiten zur Zeit den Verein als Vorsitzende.
Aufgabe des Vereins ist es, griechisches und deutsches Kulturgut zu bewahren, zu pflegen und seinen Mitgliedern und Förderern nahezubringen und den Weg zu einem europäischen Denken und Handeln zu ebenen.
Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, bietet der Verein seinen Mitgliedern und Vereinsfreunden ein Programm an, in dem alters- und integrationsspezifische Interessen berücksichtigt werden.
Die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Steglitz–Zehlendorf von Berlin und der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz–Zehlendorf, der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde in Berlin und der Griechischen Botschaft, Konsularabteilung in Berlin ist ebenfalls ein wichtiger Faktor zur Verwirklichung unseres Vorhabens. Aus diesem Grund wird nach immer neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Steglitzer und griechischen Einrichtungen gesucht.
Pro Jahr nehmen ca. 2.000 deutsche und 2.000 griechische Besucher an den Veranstaltungen und Freizeitangeboten des Vereins teil. Für uns ist diese Besucherzahl die Bestätigung dafür, dass unsere Arbeit, die zum Teil sehr aufwendig ist und von uns allen während unserer Freizeit ehrenamtlich geleistet wird, eine große Anerkennung findet.
Die Mitglieder, die Vereinsfreunde und andere Gäste haben die Gelegenheit, ihre Freizeit jeden Freitag und Sonntag bei uns zu verbringen und zu einem griechisch–deutschen Gesprächsaustausch zu kommen.
Erwähnenswert ist auch, dass der GDF sehr dazu beigetragen hat, dass bereits im Jahr 1987 die ersten Kontakte zwischen Vertretern des Bezirksamtes Berlin Steglitz-Zehlendorf und der nordgriechischen Gemeinde Sochos hergestellt wurden. Diese Kontakte wurden im Laufe der Jahre fortgesetzt und vertieft. Das hat dazu geführt, dass die Partnerschaft bei der Eröffnung der Steglitzer Woche, am 27. Mai 1993, von dem Bezirksbürgermeister von Berlin-Steglitz, Herrn Weber und dem Bürgermeister von Sochos, Herrn Margaritis, besiegelt wurde. Seitdem findet ein reger Austausch von Bürgern und Kommunalpolitikern statt.
Weiterhin ist der GDF engagiert, in Nordgriechenland den Klöstern am Heiligen Berg Athos bei der Erhaltung der Kulturschätze zu helfen. So ist zwischen dem GDF und der Bruderschaft des Kloster Dochiariou eine Partnerschaft entstanden.
Interessierte Vereinmitglieder hatten die Gelegenheit, das Kloster Dochiariou zu besuchen. Die guten Kontakte zum Kloster Dochiariou sowie zu der Bruderschaft in der Skite zur Heiligen Anna und die freundliche Unterstützung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin haben es ermöglicht, im Jahr 1994 und im Jahr 1995, im Rahmen der Griechisch-Deutschen Kulturtage, zwei Ikonenausstellungen mit Werken der Mönche in Berlin-Steglitz-Zehlendorf zu präsentieren. Die Ikonenausstellungen, die von den Mönchen betreut wurden, und ihre Vorträge über das Leben am Heiligen Berg Athos, haben dazu beigetragen, den Bürgern und besonders den Frauen einen Einblick in das geistige Zentrum des Heiligen Berges zu vermitteln
Die Herausgabe unseres zweisprachigen Buches unter dem Titel "Mosaiksteine der Verständigung" im Jahr 2001 und die Präsentation unseres Buches „Deutsch-Griechische Begegnungen und Griechen in Berlin“ im Jahr 2005 wird dem Leser verdeutlichen, dass das menschliche Miteinander die beste Voraussetzung zur gegenseitigen Verständigung und Integration ist.
Abschließend möchten wir erwähnen, dass durch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den ehemaligen Bundespräsidenten, Herrn von Weizsäcker, an drei Mitglieder unseres Vereins, die Arbeit, die von uns geleistet wird, ihre volle Anerkennung gefunden hat.